Thomas Neuburger
 
   
   
 
Saisonrückblick 2011

Die vergangene Saison war eine sehr ereignisreiche und geprägt vom Team Cofain rund um Hannes Maier und Lukas Höllbacher. Ich meinerseits konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten wieder zu meiner guten Form zurückfinden und mich an der Spitze der ÖM etablieren. Obwohl ich nur an 4 von 6 Rennen teilnahm, konnte ich mir die 8. Position in der Gesamtwertung sichern. Nun werde ich mit meinem Team noch intensiv an der neuen KTM SMR 450 arbeiten um für nächstes Jahr gut gerüstet zu sein. An dieser Stelle möchte ich noch all meinen Sponsoren und Betreuern Danke sagen für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Hoffe dass diese in der Saison 2012 wieder so erfolgreich fortgesetzt werden kann.

Bad Fischau
Bereits mit meinem 5. Platz in Qualifing von Bad Fischau konnte ich meine gute Form bestätigen. Das Wochenende gab sich abwechslungsreichs und dies garantierte für eine spannende Veranstaltung. Bereits zu Beginn der Trainings versuchte ich den Abstand zur Spitzengruppe rund um Maier, Höllbacher und Hochreiter zu verringern.
Schließlich sicherte ich mir die 5. Startposition im Zeitraining und ging optimistisch in das erste Rennen. Leider wurde der, für Samstag geplante Lauf aufgrund des starken Windes abgesagt und man beschloss diesen in Melk nachzuholen. Nach den nächtlichen Regenfällen war der Offroad sonntags erst ab Mittag befahrbar und das warm-up fand nur am Asphalt statt. Mit schnellen Zeiten konnte ich mich an die 2. Position setzen und ging optimistisch in die Rennen.

 
 

Lauf 1
Bereits der Start verlief spektakulär und es kam zu mehreren Stürzen. Heinz Hochreiter wurde am Hinterrad von Jochen Jasinski touchiert. Folglich musste dieser aufs Gras ausweichen und fand sich nach einem Überschlag auf Hannes Maiers Motorrad wieder. Ich versuchte auszuweichen, doch dies gelang mir aufgrund der engen Strecke nicht. So verlor ich einige Plätze und reite mich an der 9. Stelle wieder ein. Nach einem harten Rennen musste ich mich mit dieser 9. Position zufrieden geben und hoffte auf mehr Glück im 2.Lauf.

Lauf 2
Diesmal konnte ich meine gute Position ideal nutzen und ging als 6. In die erste Kurve. Vor mir reihte sich Hanson Schruf ein und ich setzte alles daran ihn (wie im letzten Jahr) hinter mir zu lassen. Anfänglich war es für mich nicht einfach den Speed im Off-Road mitzugehen, im Laufe des Rennens gelang mir dies zunehmend besser und ich attackierte Schruf. Dieser wehrte sich heftig, doch musste er sich zu 2/3 des Rennens geschlagen geben. Sofort konnte ich mich einige Sekunden von ihm distanzieren und nahm die Verfolgung von Esterbauer und Jasinski auf. Zufrieden beendete ich diesen Lauf an der 5. Position. So konnte ich einige Punkte in der Gesamtwertung sichern.

 
 
Melk
Das Saisonfinale in Melk sollte, wie jedes Jahr ein Highlight werden. Bereits am Freitag konnte ich mit meinem Trainer Hannes Maxwald das ideale Fahrwerkssetting finden. Gut gerüstet und motiviert blickte ich auf das folgende Wochenende.
Samstag
Die Strecke präsentierte sich in einem guten Zustand und die Fahrer freuten sich auf spannende Rennen. Dieser einmalige Kurs ist die ideale Kulisse für das Supermoto ÖM Finale! Nach morgendlichen Nebelschwaden konnte sich die Sonne rasch durchsetzten und man war motiviert auf der Strecke sein bestes zu geben. Zu Beginn konnte ich keinen optimalen Fluss finden und probierte einige Änderungen aus. Rechtzeitig zu den Zeitrainings gelang es mir aber mein Defizit ausmerzen und ich attackierte. So sicherte ich mir in der Klasse S1 den 3.Startplatz, nur geschlagen von Hannes Maier und Rudi Bauer. In der Klasse S Open konnte ich mein Motorrad ebenfalls in der ersten Reihe platzieren, nämlich an der 4.Stelle. Dies stimmte mich zuversichtlich für die drei anstehenden Läufe.
 
 

Lauf 1
Dieser wurde, aufgrund des schlechten Wetters in Bad Fischau hier in Melk nachgetragen. Der Start verlief für mich nicht optimal und ich verlor einige Plätze. Nichtsdestotrotz attackierte ich und starte eine Aufholjagd. Im Dreierpack Jasinski, Schönleitner und ich versuchte ich das Beste aus der Situation zu machen. Dies gelang mir aber nur teilweise und so musste ich mich am Ende mit der 7. Position zufrieden geben.
Lauf 2
Diesmal sollte der Start besser von Statten gehen und ich reihte mich an der 3. Position ein. Nach einem harten Fight musste ich Höllbacher eingangs Off-Road passieren lassen. Dieser kam aber zu Sturz und ich konnte dem liegenden Motorrad nicht ausweichen. So musste ich das Feld von hinten (27.Position) aufrollen und eine spannende Jagd begann. Motiviert wieder an die Spitze zurück zu finden gab ich mein Bestes und konnte mit Höllbacher im Doppelpack das halbe Feld aufrollen. Nach einem sehenswerten Kampf mit dem jungen Mitglied des Cofain Teams beendete ich das Rennen an der 13. Stelle.
Lauf 3
Alle guten Dinge sind drei, sagt man. So versuchte ich das durchwachsene Wochenende noch mit einer Top-Platzierung zu retten. Leider gelang mir der Start nicht optimal und wieder einmal musste ich mich an die Spitze durchkämpfen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Mittelfeld konnte ich ein sehr großes Loch zu Jasinski und Praxmarer schließen. Dies wurde auch mit der drittschnellsten Rundenzeit (hinter Maier und Bauer) auf Papier festgehalten. Ich attackierte den ehemaligen deutschen Meister Jochen Jasinski und versuchte eine Lücke zu finden. Wir boten den Zuschauern einen spannenden Zweikampf über die letzten Runden, denn ich diesmal noch nicht für mich entscheiden konnte. Schließlich beendete ich den Lauf an der 7.stelle und konnte einige Punkte sammeln
Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass ich meinen Speed an die vordere Spitzengruppe von Maier, Höllbacher und Bauer annähern konnte. Ich bin aber zum Schluss gekommen, dass es noch ein paar Dinge zu perfektionieren gibt. Diese Punkte werde ich mit meinem Team, rund um Hannes Maxwald im kommenden Winter intensiv trainieren, um perfekt vorbereitet in die Saison 2012 gehen zu können.

 
 
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